Abwärme

 

Abwärme - die unbekannte Energiequelle
Was Viele noch nicht wissen, alleine mit Abwärme aus den KVA und dem Abwasser könnten rund 30% der Gebäude in der Schweiz beheizt und gekühlt werden. Diese Abwärmenutzung ist sehr umweltfreundlich, die Technologie seit Jahren erprobt und im Vergleich zu konventionellen Erdöl- und Erdgasheizungen wirtschaftlich konkurrenzfähig. Deshalb hat sich InfraWatt das Ziel gesetzt, diese riesigen Energiepotenziale der Abwärme von KVA, dem Abwasser und weiteren Energiequellen in der Schweiz zu erfassen, konkrete Projekte zu initialisieren und zur Realisierung zu bringen.

Förderprogramm für Wärmeverbünde!
Die Stiftung KliK fördert schon seit Jahren Wärmeverbünde, die mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeist werden. Beim neuen Programm Wärmeverbünde liegen die Förderbeiträge bei 100 Fr. pro Tonne CO2; der Bewilligungsprozess wird aber bei diesem Programm wesentlich vereinfacht und beschleunigt, die finanziellen Beiträge werden für ein Projekt planbarer.

Der Verein InfraWatt bietet dazu kostenlose Vorabklärungen an.

Fernwärme aus KVA
Thermische Energie, die beim Verbrennen von Abfall entsteht, kann vielseitig genutzt werden. Neben der Stromproduktion koppeln die meisten KVA in der Schweiz auch Prozessdampf und Fernwärme aus. Fernwärme aus KVA ist eine sichere, wirtschaftlich konkurrenzfähige und ökologisch hochwertige Energieform. Sie hilft mit, den Verbrauch an fossilen Energien zu reduzieren und die CO2-Emissionen zu senken. InfraWatt unterstützt daher die Betreiber mit neutralen Beratungen. Wie Studien zeigen, ist das Potenzial der Fernwärmeauskopplung aus KVA in der Schweiz noch lange nicht ausgeschöpft. Theoretisch könnte die Lieferung bis 2035 verdoppelt werden.

Abwasserwärmenutzung
Abwasser kann zum Heizen oder zum Kühlen von Gebäuden genutzt werden. In gut isolierten Minergiegebäuden entweicht ein grosser Anteil der Wärme über das Wasser, das wir zum Duschen und Waschen brauchen. Daher ist das Abwasser im Winter deutlich wärmer als die Aussenluft und im Sommer kälter. Diese Energie können wir nutzen indem wir aus dem Abwasserkanal oder bei der Kläranlage mit einem Wärmetauscher die Wärme (resp. die Kälte) zurückgewinnen und mit einer Wärmepumpe auf das benötigte Heizniveau bringen. Die Technologie ist einfach und erprobt und Anlagen sind in vielen Fällen wirtschaftlich und konkurrenzfähig.  In der Schweiz sind bereits über 100 Abwasserwärmenutzungsanlagen in Betrieb, das Potenzial ist aber immer noch gross. Gemäss Berechnungen vom Bundesamt für Energie könnten rund 5 Prozent aller Gebäude mit Abwasserwärme heute schon wirtschaftlich versorgt werden.

Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung der Abwasserenergie ist die Nähe des Energieverbrauchers zu einem grossen Abwasserkanal oder einer Kläranlage. Besonders geeignet sind Bauten mit einem hohen Energiebedarf wie Verwaltungsgebäude, Schulen, Wohnsiedlungen, etc. InfraWatt berät Gemeinden, Städte und Bauherren bei der Ermittlung geeigneter Standorte, zum Vorgehen und zu Finanzierungs- oder Fördermöglichkeiten (Co2-Bescheinigung, etc.) und vermittelt Fachleute zum Thema Abwasserwärme.

Wärme aus Trinkwasser
Wie Abwasser kann auch Trinkwasser als Energiequelle zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden verwendet werden. Die Energie im Trinkwasser wird dabei mittels Wärmetauschern zurückgewonnen. InfraWatt  bietet bei Fragen rund um die Wärmenutzung aus Trinkwasser Unterstützung an.

AnhangGröße
Faktenblatt_Abwärme_V1(2).pdf28.11 KB
2016_11_BFE_Heizen und Kühlen mit Abwasser_d_pdf.pdf1.38 MB
Liste Fachleute Abwärme_2013 .pdf33.27 KB