Abfall

Förderprogramm "Energieeffiziente KVA"                                             Kehrichtverbrennungsanlagen weisen einen beträchtlichen eigenen Stromvebrauch auf. Mit dem Förderprogramm Energieeffiziente KVA von InfraWatt in Zusammenarbeit mit dem VBSA können ab sofort Massnahmen und Studien zur Stromeinsparung gefördert werden.

Förderprogramm "Wärmeverbünde"                                                                Die Stiftung KliK fördert schon seit Jahren Wärmeverbünde, die mit erneuerbaren Energien oder Abwärme aus z.B. KVA, gespeist werden. Beim neuen Programm Wärmeverbünde liegen die Förderbeiträge bei 100 Fr. pro Tonne CO2; der Bewilligungsprozess wird aber bei diesem Programm wesentlich vereinfacht und beschleunigt, die finanziellen Beiträge werden für ein Projekt planbarer.

Erneuerbarer Strom und Wärme aus Abfall
Abfall ist ein Rohstoff (Recycling) und ein wertvoller Energieträger. Da Abfall zu einem grossen Teil aus organischem Material besteht, wird er zu 50% als erneuerbarer Energieträger anerkannt.

Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) produzieren rund die Hälfte des erneuerbaren Stromes in der Schweiz (ohne Wasserkraft), ausserdem versorgen sie Städte, Quartiere, Industrie und Gewerbe zuverlässig und umweltschonend mit Fernwärme (siehe auch Abwärme). Der Absatz von Wärme liegt bei rund 3 Milliarden kWh pro Jahr, was dem Heizenergiebedarf von mehr als 1 Mio. Bewohnern entspricht. Der Energie-Output aus KVA kann gesamtschweizerisch noch deutlich gesteigert werden. Zudem wurde in einer neuen Forschungsarbeit des BFE (Bundesamt für Energie) von InfraWatt aufgezeigt, dass die KVA in der Schweiz nohc über beträchtliche Potentiale zur Lastverschiebung verfügen, was bereits heute Anlagen kommerziell umsetzen.

Effizienzmassnahmen: Feinanalyse lohnt sich
Rund ein Viertel der produzierten Strommenge kann nicht verkauft werden, weil er für den eigenen Bedarf benötigt wird. Untersuchungen unter anderem von Fachleuten von InfraWatt an mehreren KVA haben gezeigt, dass in vielen Fällen durch vielfältige Massnahmen der Stromverbrauch um 15 bis 30% gesenkt werden kann und dass sich die Investitionen in weniger als 3 - 5 Jahren zurückzahlen. Zum Teil können die KVA bis zu 10% mehr Strom verkaufen.

Verkauf von Strom und Wärme
Die Energienutzung aus Schweizer KVA wird vom Umfeld und der Anlagentechnik stark beeinflusst. Je nach Wärmebedarf in der Umgebung kann ein grösserer Teil der Energie aus dem Abfall genutzt werden. In effizienten Anlagen tragen die Energieerlöse merklich zur Ergebnisverbesserung bei und finanzieren weitere Optimierungen und Gebührensenkungen. Umso mehr lohnt sich eine detaillierte Energieanalyse um Optimierungspotentiale zu finden. Wirklungsvolle Massnahmen können den Eigenbedarf senken, die Produktion und Auslastung steigern und vielleicht können sogar zusätzliche Wärmebezüger gefunden oder angesiedelt werden.

Die Stoffliche Verwertung
Aus der "Ressource" Abfall können neben Energie auch Wertstoffe gewonnen werden. Das Recycling dieser Stoffe führt zu einer substantiellen Einsparung an Energie gegenüber der Gewinnung der Primärrohstoffe (bei Alu 95%, Kupfer 85%, Eisen 60%). Meist wird die Schlacke nur entschrottet, d.h. das Eisen wird abgetrennt. Teilweise entfrachten die Deponien die Schlacke weiter. Sie trennen auch Nicht-Eisenmetalle ab und verwerten diese. Auch beginnen einzelne Anlagebetreiber, diese direkt nach der Verbrennung auszuscheiden. Man kann hier von einem neuen Recyclingpfad für sonst verlorene Metalle sprechen. Im Verkauf der oft sehr wertvollen Metalle und in den Einsparungen bei den Deponiekosten besteht in der stofflichen Verwertung ein wirtschafltich attraktives Entwicklungspotential.