Generalversammlung – 2. Juni 2026
Am 2. Juni 2026 kamen die Mitglieder von InfraWatt in Bern zur jährlichen Generalversammlung des Vereins zusammen.
Über den statutarischen Teil hinaus bot das Treffen die Gelegenheit, ein besonders aktuelles Thema zu diskutieren: die «Qualität», der von unseren Infrastrukturen erzeugten und verteilten Wärme. Vor dem Hintergrund der Diskussionen über die Emissionsfaktoren thermischer Netze – insbesondere, wenn diese die Abwärme aus KVA nutzen –, der Veröffentlichung der neuen Vollzugshilfe des BAFU zu Klimaangaben sowie der bislang noch begrenzten Fortschritte bei der Finanzierung von Lösungen zur CO₂-Abscheidung und -Speicherung waren die Gespräche fundiert, praxisnah und sehr konkret.
Unser Präsident, Stefan Müller-Altermatt, brachte seine politische Einschätzung zu diesen Herausforderungen ein. Andreas Hurni präsentierte die aktuellen Entwicklungen für Betreiber thermischer Netze. Andres Kronenberg erläuterte die Vollzugshilfe des BAFU, während Carsten Palkowski die verfügbaren Fördermittel sowie die Aktivitäten von InfraWatt in diesem Bereich vorstellte.
Die anschliessend in kleinen Gruppen durchgeführten Workshops ermöglichten es, mehrere zentrale Fragen zu vertiefen. Die Teilnehmenden befassten sich insbesondere damit, wie positiv und zugleich präzise über die Wärme aus unseren Infrastrukturen kommuniziert werden kann, ohne auf Formulierungen zurückzugreifen, die durch die Vollzugshilfe geregelt sind. Zudem diskutierten sie über Sinn, Notwendigkeit und Machbarkeit der Erarbeitung von Netto-Null-Fahrplänen für Betreiber thermischer Netze und KVA. Aus diesen Gesprächen konnten mehrere konkrete Handlungsansätze für InfraWatt abgeleitet werden.
Der Abend klang bei einem geselligen Apéro aus, der Gelegenheit bot, die Gespräche fortzusetzen und die Verbindungen zwischen den Mitgliedern zu stärken. Ein herzliches Dankeschön an alle Anwesenden für ihre aktive Teilnahme und die hohe Qualität des Austauschs.


